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CDU-Bonn
Aus CDU-Stadtratsfraktion:
NEIN im Bürgerentscheid – Für die Bäderzukunft!
Machen Sie den Weg frei für den Neubau eines modernen, ­barrierefreien und familienfreundlichen Schwimmbad!
24. März 2017

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STIMMEN Sie daher mit NEIN im Bürgerentscheid!

Ab dem 23. März 2017 versendet die Stadt Bonn die Unterlagen für den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt Bonn. Bis zum 21. April haben die Bonnerinnen und Bonner die Möglichkeit, mit zu entscheiden, ob das Kurfürstenbad in Bad Godesberg saniert und wieder nutzbar gemacht werden soll. In Wirklichkeit geht es aber um viel mehr. Es geht um die Zukunft der gesamten Bonner Bäderlandschaft.

Im Zuge der geplanten Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft hat der Rat der Stadt Bonn am 22. September 2016 beschlossen, ein neues Familien-, Schul- und Sportschwimmbad zu bauen. Der vorgesehene Standort nördlich des Heizkraftwerkes Süd im Ortsteil Dottendorf ist zentral im Stadtgebiet gelegen und für alle gut zu erreichen.

Bei dem anstehenden Bürgerentscheid „Erhalt Kurfürstenbad“ hoffen wir, dass die Bonner Bürgerinnen und Bürger mit NEIN stimmen. Denn nur mit diesem Votum ist der Weg frei für das neue Schwimmbad und damit für eine nachhaltige und zukunftsgewandte Weiterentwicklung der Bonner Bäderlandschaft.

Beim Bürgerentscheid geht es nicht nur um das Kürfürstenbad, es geht um die Zukunft der Bonner Bäderlandschaft! Eine Sanierung des Kurfürstenbads hätte gravierende Auswirkungen auf das beschlossene Bäderkonzept.

Sanierung des Kurfürstenbades nicht sinnvoll

Das 1964 erbaute Kurfürstenbad befindet sich in einem so schlechten Zustand, dass es selbst bei einer umfassenden Sanierung nicht den heutigen Anforderungen an ein modernes, familienfreundliches und seniorengerechtes Schwimmbad entsprechen würde. Mit kontinuierlich sinkenden Besucherzahlen ist es das mit Abstand am geringsten besuchte Hallenbad in Bonn. Nur rund 70 „öffentliche“ Besucher (ohne Schulen und Vereine) zählte nach Angaben der Stadt das in Bad Godesberg gelegene Schwimmbad durchschnittlich pro Tag in 2015. Dies führte im Ergebnis zu einem Zuschussbedarf in Höhe von 11,47 € je Besucher und lag damit an der Spitze der pro Kopf Zuschüsse bei den Bädern.

Die Planungen für das neue Sport- und Familienbad in Dottendorf und die bereits beschlossenen Planungen für die Sanierung des Hardtbergbades und der Beueler Bütt müssten gestoppt werden, denn beides – Sanierung und Neubau – kann sich die Stadt nicht leisten. Eine Sanierung aller Hallenbäder veranschlagt ein vorliegendes Gutachten mit mindestens 45 Mio. € (Kurfürstenbad 10 Mio. €, Frankenbad 15 Mio. €, Hardtbergbad 15 Mio. € und Beueler Bütt 5 Mio. €). Im städtischen Haushalt stehen gerade einmal 26 Mio. € zur Verfügung. Es fehlen also rund 20 Mio. €. Die seit 20 Jahren andauernde Bäderdiskussion würde letztendlich neu aufgerollt werden und dies mit völlig ungewissem Ausgang. Ein weiterer Stillstand über Jahre dürfte vorprogrammiert sein. Zudem dürften aufgrund der Haushaltslage trotzdem Schwimmbäder geschlossen werden!

Neues Bad: Mehr Wasserfläche für Bonn

Es ist vorgesehen, dass die Stadtwerke Bonn (SWB) das neue Bad auf einem eigenen etwa 50.000 m² großem Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Heizkraftwerk Süd bauen und auch technisch betreiben. Der Schwimmbadneubau auf einem stadtwerkeeigenen Grundstück mit direkter Anbindung an ein bestehendes Heizkraftwerk ist nicht nur energetisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft. Das gilt insbesondere auch für den technischen Betrieb.

Der Standort für unser neues Schwimmbad liegt in der Mitte Bonns und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. In unmittelbarer Nähe zum geplanten Bad entsteht die neue DB-Haltestelle „UN Campus“. Die neue Haltestelle wird Ende 2017 eröffnet und liegt in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang des neuen Schwimmbades und wird zudem mit den Bussen der Linien 610/611 angebunden sein.

Die Stadtbahnhaltestellen „Heussallee / Museumsmeile“ und „Ollenhauerstraße“ (Linien 66, 63, 16) sind rund 600 Meter entfernt, die Anbindung an die Straßenbahn ist über die rund 700 Meter entfernte Haltestelle „Hindenburgplatz“ gegeben. Eine direkte Linienbusanbindung besteht derzeit über die Haltestelle „Wasserland“ mit der Linie 631. Das Wasserland liegt außerdem unmittelbar an den beiden bahnparallelen Radwegen, aus Süden und Norden entlang der Bahnlinie zum Eingang des neuen Schwimmbads führen. 400 überdachte Fahrradabstellplätze sehen die Planungen deshalb in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang vor. Für Autofahrer sind 400 Parkplätze vorgesehen. Die zum Haupteingang hin gelegenen Parkplätze sind hierbei für mobilitätseingeschränkte Badegäste reserviert. Außerdem sind E-Ladesäulen geplant. Auch das bereits bestehende Parkhaus hinter der Museumsmeile könnte von Badbesuchern genutzt werden.

Für Schulbusse ist die Zufahrt zum Eingang vorgesehen mit entsprechender Wendemöglichkeit. Außerdem stehen Schul- und Reisebusse Parkflächen zur Verfügung. Die Nähe zu den rund 45.000 Arbeitsplätzen im benachbarten Bundesviertel entlang der B9 macht den Standort zusätzlich attraktiv. Die Nähe zur Autobahn bietet eine gute Erreichbarkeit für auswärtige Gäste und die Anreise von Wettkampfteilnehmern und Zuschauern.

Eröffnung des neuen Bades ­bereits 2020

Wenn die Mehrheit beim Bürgerentscheid mit NEIN stimmt, geht es wie folgt weiter:

2017 Bauplanung
2018 Baubeginn
2020 Inbetriebnahme

Die CDU-Ratsfraktion hat sich für den Schwimmbadneubau und GEGEN die Sanierung des Kurfürstenbades ausgesprochen! Wir stimmen deshalb mit NEIN im Bürgerentscheid! Tun Sie dies auch – für eine moderne, barrierefreie und familienfreundliche Bonner Bäderlandschaft!

Verbesserungen beim Schulschwimmen in Zukunft

Ziel ist es, das Schulschwimmen mit einem für Schulen optimal ausgestatteten, attraktiven Schwimmbad zu stärken. Die Kinder sollen nicht nur im Rahmen des Unterrichts schwimmen lernen, sondern anschließend auch immer wieder gerne in das neue Schwimmbad gehen mit den Rutschen, dem Sprungturm und den vielen Angeboten für Sport und Fitness, Spaß und Spiel.

Natürlich müssen mit dem Wegfall des Kurfürstenbades und des Frankenbades auch für das Schulschwimmen neue Konzepte und Lösungen gefunden werden. Es wird daher im Rahmen des Projekts „Unser neues Schwimmbad“ eine Arbeitsgruppe unter Federführung der Stadt Bonn und Beteiligung der Schulen, der Vereine und der Verkehrsbetriebe für Maßnahmen zur Optimierung des Schulschwimmens, zum Beispiel

durch die qualitative und quantitative Ausweitung des Angebotes für das Schulschwimmen im neuen Schwimmbad: Schulschwimmbecken mit 10 Bahnen, ein Lehrbecken, ein Mehrzweckbecken mit 8 Bahnen, drei Kursbecken
durch die Priorisierung der weiter entfernt liegenden Schulen bei der Auswahl und Vergabe der Belegzeiten im neuen Schwimmbad außerhalb der Pendlerspitzen
durch attraktive Angebote im Nachmittagsunterricht und Kooperationen zwischen den Ganztagsschulen und den Vereinen
Für die nördlichen Ortsteile: Optimierung der Belegzeiten im Sportpark Nord und Hardtbergbad
Für die südlichen Ortsteile: Optimierung der Belegzeiten der Lehrbecken in den Schulen (u.a. Konrad-Adenauer-Gymnasium in Pennenfeld) und Inanspruchnahme der Schwimmhalle Wachtberg
Generell wird die Erreichbarkeit des neuen Schwimmbads auch für Schulen, für Familien, Kinder und Jugendliche sehr positiv gesehen:

Günstige ÖPNV-Anbindung des neuen Standort mit zwei Stadtbahnhaltestellen, mehreren Bushaltestellen und neuem DB-Haltepunkt (demgegenüber äußerst geringes ÖPNV-Angebot am Frankenbad und Kurfürstenbad)
Schulbushaltestellen direkt am Eingang zum neuen Bad
400 Fahrradstellplätze unmittelbar am Eingang (demgegenüber äußerst geringes Angebot am Frankenbad und Kurfürstenbad)
Vierhundert Pkw-Stellplätze
Verbesserung der Erreichbarkeit für die Schulen in Kessenich, Dottendorf, Friesdorf, Venusberg, Südstadt und Gronau
für den Godesberger Norden keine wesentliche Veränderung der Erreichbarkeit
Klimaschutz und Energieeffizienz (Das Bonner Klimaschutz-Schwimmbad) – Synergien durch Nähe zum Heizkraftwerk Süd

Die Nähe zum Heizkraftwerk Süd der Stadtwerke Bonn schafft Synergien beim Bau und im Betrieb des neuen Schwimmbades. Dadurch wird der Neubau von Technikräumen im neuen Bad eingespart und der gesamte Bauprozess erheblich vereinfacht und beschleunigt.

Der Bedarf an Strom, Wärme und Kühlung wird Klima schonend vor Ort gedeckt.

Zwei neue Blockheizkraftwerk-Module (BHKW) für die Stromversorgung gem. Vorgaben des BM Finanzen.
Wärme und Kälteversorgung über Bonner Fernwärmenetz, durch vorhandene Heißwasserkessel im HKW-Süd unmittelbar, oder durch die neuen BHKW-Module.
Frischwasserversorgung aus der Wasseraufbereitung im HKW-Süd. Dabei werden die vorhandenen Anlagen soweit notwendig ergänzt.
So werden Wasseraufbereitungsanlagen, Energieerzeugungsanlagen, Leittechnik und Kommunikationssysteme gemeinsam genutzt und die technische Betriebsführung durch Mitarbeiter des Heizkraftwerks ausgeführt. Mit diesen Synergien kann das neue Schwimmbad energieeffizient, klimaschonend und wirtschaftlich betrieben werden und einen weiteren Beitrag für den „Masterplan Energiewende und Klimaschutz“ der Bundesstadt Bonn leisten.

Auch die Architektur soll dem energieeffizienten Gesamtkonzept folgen. Deshalb orientieren sich die am Architektenwettbewerb beteiligten Büros an folgenden Vorgaben:

Solarenergienutzung zur Stromerzeugung (Photovoltaik)
Kompakte Bauweise (A/V-Verhältnis)
Optimierte der Ausrichtung (Südausrichtung) der Fenster- und Dachflächen (Tageslichtnutzung, passive und aktiven Solarenergiegewinnung)
Vermeidung von Verschattung in den Winter- und Übergangsmonaten durch ausreichende Gebäudeabstände
Vermeidung von sommerlicher Überhitzung durch Sonnenschutzmaßnahmen
Das neue Schwimmbad profitiert in besonderem Maße von der Nachbarschaft zum Heizkraftwerk Süd und der Einbindung in das Bonner Fernwärmenetz. Die gesamte Fernwärme von SWB Energie und Wasser steht mit dem Primärenergiefaktor 0,0 (erneuerbaren Energien gleichgesetzt) für die Beheizung und Kühlung zur Verfügung.

Im Regelfall wird die Bonner Fernwärme durch die hocheffiziente Gas- und Dampfturbinen-Anlagen-Komponenten im Heizkraftwerk Nord in Endenich umweltschonend erzeugt und in das Fernwärme-Netz gespeist. Der Spitzenlastbedarf sowie die Ausfallbesicherung werden durch das Heizkraftwerk Süd gedeckt.

Jamaika-Koalition

Version 5.00 vom 10. Mai 2006 - © Andreas Niessner